Der erste Crossfit Games Athlet aus Österreich im Interview – Chris Körner

Christoph Körner, 3-facher Fittest in Austria und ab diesem Jahr auch Crossfit Games Athlet. 2018 ist er schon zu den Europe Regionals gefahren, hat sich aber dafür entschieden als Team dort hinzufahren und nicht als Individul Athlete. Doch dieses Jahr ist es soweit. Die ganz große Bühne, quasi die Champions League im Crossfit steht vor der Tür.

Christoph Koerner, fittest Man in Austria und Crossfit Games Athlet im Interview

Jürgen: Fangen wir mal ganz von vorne an, warst du schon immer so sportlich? Wie kann man sich den 16jährigen Chris Körner vorstellen?

Chris: Ja, sportlich war ich schon immer. Das behaupten zwar viele Menschen, bei 98% davon stimmt es leider nur nicht. Ich habe, wie jeder der auf dem Land aufwächst, mit Fußball begonnen. Habe aber schnell realisieren müssen, dass mir hier das nötige Talent fehlt. Mit Anfang 20 habe ich dann Triathlon entdeckt und auch intensiv betrieben.

Außerdem bin ich mit zwei Brüdern aufgewachsen und es wurde aus allem ein Wettkampf gemacht – heute noch immer!

Der 16 jährige Chris hat sich leider von seiner Umgebung zu sehr mitreißen lassen und geraucht und getrunken.

Jürgen: Wie hast du es geschafft 3mal in Folge Fittest Man in Austria zu werden? Wie lange machst du schon Crossfit?

Chris: Ich habe 2014 mit Crossfit begonnen, musste aber 2015 fast das ganze Jahr wegen einer beruflichen Weiterbildung pausieren.

Warum ich Fittest in Austria wurde? Ich glaube, ich war einfach besessen davon. Ich habe von 0 auf 100 angefangen und immer alles gegeben. Ich wollte bei jedem Open Workout besser sein, bei jedem Wettkampf am Podest stehen und habe mich nie zufrieden gestellt. Ein bisschen Glück gehört aber auch dazu: ich hatte noch keine schwerwiegende Verletzung und die richtigen Menschen in meinem Umfeld, die mich unterstützt haben und mir den nötigen Raum gegeben haben.

Jürgen: Wie sieht dein Alltag aus? Gibt es viel auf das du des Sportes wegen verzichtest?

Chris: Eigentlich richtet sich der ganze Alltag nach dem Sport. Darunter haben sicher andere Bereiche in meinem Leben gelitten, aber das ist für mich vollkommen OK.

Es beginnt beim Essen: es wird alles getrackt, viele Lebensmittel werden weggelassen, Restaurantbesuche finden selten statt. Das Sozialleben kommt zeitweise etwas zu kurz. Trainiert wird durchschnittlich zweimal am Tag, je nach Zyklus. Neben dem Training geht auch viel Zeit für die Regeneration drauf, inkl. Schlaf, Essen und Mobility z.B.

Jürgen: Was würdest du jemandem raten der es als Crossfit Athlet weit bringen möchte?

Chris: Die richtigen Eltern aussuchen (Genetik) und früh genug anfangen – aber nicht zu früh, ein breite sportliche Ausbildung ist mindestens gleich wichtig!. Einen Coach suchen und auf ihn hören! Versuchen mit Athleten zu trainieren, die besser sind als du! Also Jürgen, du machst das schon ganz gut 😉

Jürgen: Wo siehst du dich in 10 Jahren? Was sind deine Zukunftspläne?

Chris; Puh schwierige Frage. Vor ein paar Jahren hätte ich noch gesagt, dass ich mein Leben lang Polizist sein möchte, aber das hat sich geändert. In den nächten Jahren möchte ich mich noch weiter als Athlet aber vor allem als Trainer weiterbilden. Das große Ziel ist sicherlich mal ein eigenes Studio zu leiten.

Jürgen: Du fährst dieses Jahr das erste mal zu den Crossfit Games. Was ist dein Ziel?

Chris: Ich möchte ein Event gewinnen!

Jürgen: Erzähle ein bisschen etwas über deine „neue“ Tätigkeit, das Coaching.

Chris: Ich versuche „meine“ Athleten genau so zu betreuen, wie ich es mir in meinen Anfangsjahren immer gewünscht habe.

Das heißt für mich, ständig als Ansprechperson zur Verfügung zu sein, Trainingsplangestaltung mit kurzfristigen Adaptierungen, Wettkampfbetreuung und Wettkampfbegleitung. Neben meinem eigenen Training nimmt das Betreuen anderer Athleten die meiste Zeit in Anspruch.

Jürgen: Wie kann man am besten mit dir in Kontakt treten bzw. dich verfolgen?

Chris: Instagram: koerner_chris
Von | 2019-10-09T14:15:31+00:00 März 27th, 2019|0 Kommentare

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